Ich bin vor kurzem 16 geworden und kurz nach Weihnachten lag bei mir zum ersten Mal eine Wahlbenachrichtigung im Briefkasten. Da ich die Entwicklungen rund um das neue Stadion schon länger verfolge, wusste ich schon davor über den kommenden Bürgerentscheid Bescheid und hatte mich auch schon über das Thema informiert. Für mich als Sportclub-Fan ist klar: Der SC braucht das neue Stadion am Wolfswinkel, deshalb muss ich zur Wahl gehen.

Aber auch als Jugendlicher generell finde ich es wichtig, sich mit der Kommunalpolitik zu beschäftigen – schließlich haben wir in Baden-Württemberg die Möglichkeit, als Jugendliche bei der Gestaltung der Zukunft unserer Stadt mitzubestimmen. Diese Gelegenheit sollte man nutzen, denn wenn die Politiker sehen, dass die Jugendlichen einen wichtigen Teil der Wähler stellen, müssen sie auch mehr auf unsere Interessen und Anliegen Rücksicht nehmen. Ich finde es wichtig, dass wir ein Zeichen setzen gegen die angebliche „Politikverdrossenheit“ der Jugend.

Der Bürgerentscheid stellt für mich zudem einen guten Einstieg in die Kommunalpolitik dar, schließlich wähle ich hier etwas Konkretes, muss mich zwischen Ja und Nein entscheiden und nicht zwischen 15 verschiedenen Parteien und noch mehr Politikern, die alle etwas Unterschiedliches versprechen. Ich kann mich einfach über die Argumente der Pro- und der Contra- Seite informieren und muss mir nicht erst lange Parteiprogramme durchlesen. Es handelt sich hier außerdem um ein Thema, das für uns Jugendliche durchaus relevant ist. So ziemlich jeder in Freiburg kennt den Sportclub und ich glaube, dass auch jeder will, dass der SC zukünftig eine Perspektive im Profifußball hat.

Es kostet wirklich nicht viel Aufwand und Zeit, an der Wahl teilzunehmen: Informiert euch, bildet euch eine eigene Meinung und gebt eure Stimme ab – ob per Briefwahl oder im Wahlbüro, ganz wie ihr wollt.

Geht also zur Wahl und zeigt den Politikern, dass wir Jugendliche mitbestimmen wollen!

Nicolas, 16 Jahre